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Am 20. Dezember ging es ab in den Oman mit Heiko, Thomas und Hansjörg. Zu Beginn war es doch so ein bisschen ein Kletterurlaub ins Ungewisse. Aber vor allem Joggl (Jakob Oberhauser) und Heidi haben uns bereits am Flughafen empfangen und uns die nächsten drei Wochen angeschlossen. So hatten wir den wohl besten Guide für die Jabels und Wadis im Oman!
Gleich nach unserer Ankunft ging's sofort los ins Wadi Bani Awf, wo wir die folgenden Tage verbrachten. Unsere Zelter haben wir einfach in der Oase, zwischen den Palmen vor der kleinen Schlucht „la Gorgette“ aufgeschlagen. Die Tage haben wir bei gemütlichem Feuer ausklingen lassen.
Voll motiviert haben wir die drei schwersten Routen in der Gorgette wiederholt 7a, 7b und 7c+. Bei so viel Fels und so wenig haken haben wir uns noch eine schöne Linie ausgesucht, die dann Hensn eingebohrt hat. Die Route hat mir echt gut getaugt. Anfangs hatte ich zwar doch einige Probleme, umso cooler war es aber dann, dass ich die erste Wiederholung von „die 40 Räuber“ nach Hensn geschafft habe. Die Route haben wir mit 8b bewertet. Somit die schwerste Route auf der arabischen Halbinsel im Oman.
Es wird Zeit für einen Ortswechsel, steht ja noch so einiges am Programm. Wir fahren weiter auf das Jabel Shams Plateau, zum Grand Canyon vom Oman. So, und jetzt ist es vorerst auch vorbei mit den Bohrhaken. Mein erster Versuch bei einer Erstbegehung endete leider mit einem riesigen blauen Fleck am linken Oberschenkel. Ich war etwa 20 Meter über dem Boden als mir eine große Schuppe weg bricht und mich mit einem Satz ins Seil beförderte. Zwei Tage Pause war die Konsequenz meines Sturzes. Hensn und Tommi haben inzwischen an einer 100 Meter langen und 50 Meter überhängenden Wand die Bohrmaschine geschwungen, die Hansjörg nach einigen Versuchen auch punkten konnte.
Nachdem mein blauer Fleck etwas ausgeheilt ist, blieb noch Zeit für eine Erstbegehung. Gemeinsam mit Hensn kletterte ich eine klassische 7- „Spirit of Joggl“.
Unser nächstes Camp schlagen wir unter der Bala, die nördlichen Ausläufe des Jabel Qua, mit Aussicht auf den Jabel Mist auf. Heiko und ich nahmen die 450 Meter hohe Wand der Bala in Angriff. Leider haben wir den Ausstieg etwas spät erreicht und somit mussten wir den Abstieg im Dunkeln suchen. Ein anstrengender und langer Tag ging zu Ende und damit auch das alte Jahr. Auf ein gutes neues Jahr wurde 3 Stunden früher (ist ja Zeitverschiebung) mit einem warmen Glas Satansmilch angestoßen.
Heidi und ich waren am 3.1. im neuen Jahren motiviert, die „Internationale“ zu klettern. Aus zeitlichen Gründen entschieden wir uns aber dann doch bereits nach der 7. Seillänge (gut die Hälfte) abzuseilen. Das war schade …
Ab in die Wüste! Es war echt cool auf rotem Sand mit unserem Landcruiser über die Dünen auf und ab zu fahren und dann noch den Sonnenuntergang zu genießen. Bei herumliegenden Skis und Snowboards konnten die Jungs nicht widerstehen und wir fuhren zu der höchsten Sanddüne für die längste Abfahrt.
Weiter ins Wadi Bani Khalid zum Canyoning und am Abend zur Turtle Beach, wo wir nach Riesenschildkröten Ausschau hielten. Irgendwann mitten in der Nacht haben wir dann ein Turtle Baby dabei beobachtet, wie es den Weg vom Sand ins Meer gefunden hat.
Nach drei Sightseeing Tagen geht es wieder zum Klettern ins Wadi Tiwi. Wieder Wände ohne Ende und erste eine Hand voll Routen erschlossen. Tommi und ich kletterten die Route „Banane et Citron“ eine ca. 300 Meter lange 6b+ bei schönstem Fels.
Zum Abschluss im Wadi Tiwi hab ich noch mit Joggl und Heidi eine Erstbegehung, „die blinde Dattel“ 6- geklettert. Auch diese Tour war wie die meisten Irre und einmalig.
Leider zum letzten Mal aufstehen und frühstücken am Strand. Noch ein paar Muscheln sammeln, bevor es zum DWS weiter ging. Ein schöner Strand mit riesigen Felsen im Wasser bot ideale Bedingungen zum deep water soloing. Schnell ein Boot mieten und hinaus auf die Wellen. Leider war für die ganz coolen Spots der Wellengang zu hoch. Dennoch fanden wir noch einen sensationellen Spot, bei dem wir so richtig Spaß hatten. Am Abend aßen wir noch im Marina Hotel eine Fischplatte und haben noch die Aussicht auf die Strandpromenade von Muscat genossen.
Auf Wiedersehen Oman! Es war wieder einmal ein grenzgenialer Urlaub und ich freue mich schon jetzt wieder auf den nächsten …
mehr Bilder gibts in der Galerie ...
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